Warum Make-up mit Lichtschutzfaktor allein Ihre Haut nicht ausreichend schützt
Wie Dermatology Times aktuell aufgreift, reicht ein Make-up mit eingebautem Lichtschutzfaktor allein nicht aus, um die Haut verlässlich vor UV-Schäden zu schützen.

Sonnenschutz in der Pflege: Reicht SPF im Make-up aus?
Eine Yahoo-Story mit zwei board-zertifizierten US-Dermatologinnen bestätigt den Befund — und genau das sehen wir auch in Hamburger Kosmetikstudios regelmäßig auf der Liege. Wer seine Haut langfristig schützen will, kommt an einem dedizierten Sonnenschutz nicht vorbei.
Sonnenschutz vor allem anderen
Für die Dermatologinnen ist SPF der wichtigste Baustein jeder Anti-Aging-Routine — noch vor Retinoiden, AHAs oder Peptiden. Dr. Marisa Garshick, klinische Assistenzprofessorin für Dermatologie am New York Presbyterian-Weill Cornell Medicine, bringt es direkt auf den Punkt: Vorbeugen schlägt jede spätere Behandlung. Wer ein Sonnenschutzmittel konsequent nutzt und abends ein Retinoid ergänzt, kann langfristig mit weniger Sonnenschäden, weniger Fältchen und einem insgesamt gesünder wirkenden Hautbild rechnen als jemand, der gar nichts tut.
Dr. Kseniya Kobets, Dermatologin aus dem Großraum New York, ergänzt die Perspektive: Hautalterung hat zwei Seiten. Die inneren Faktoren wie Genetik, natürliches Altern und stoffwechselbedingte Entzündungen sind nicht komplett steuerbar — die äußeren wie UV-Strahlung, Nikotin, Ernährung und Bewegung sehr wohl. Eine durchdachte Routine kann vorhandenes Kollagen schützen, die Neubildung anregen und sichtbare Zeichen verlangsamen. Hautpflege ist nur ein Teil des Puzzles, aber ein entscheidender — und sie wirkt langfristig, nicht über Nacht.
Was die Hamburger Liege verrät
In der Kabine sehen wir die Rechnung jeden Herbst: Pigmentflecken, fahler Teint, schnell nachlassende Spannkraft — alles Spuren, die ein konsequenter SPF deutlich abgemildert hätte. Wer sich in Eppendorf, an der Alster oder in der Schanze eine apparative Gesichtsbehandlung gönnt, tagsüber aber nur auf den Schutz im Make-up vertraut, verschenkt den Effekt. Denn nach Wirkstoffaufnahme, Ausreinigung und Lymphdrainage ist die Haut besonders aufnahmefähig — und entsprechend empfindlich gegenüber UV-Reizen. In genau dieser Phase entscheidet sich, ob das Treatment langfristig trägt oder ungewollte neue Spuren hinterlässt. Genau hier zahlt sich die Vorarbeit mit dem passenden Sonnenschutz aus.
Was die Routine jetzt leisten muss
Die Empfehlung der Expertinnen übersetzt sich direkt in den Alltag: Sonnenschutz als eigenständigen Schritt vor dem Make-up einplanen, regelmäßig nachlegen, Retinoide am Abend konsequent weiterführen. Konsequenz zahlt sich aus — wer dranbleibt, sieht die Wirkung mit der Zeit, auch wenn der Unterschied nicht über Nacht kommt. Gut zu wissen: Auch wer schon in den Sechzigern oder Siebzigern ist, kann vorhandenes Kollagen noch vor weiterem Schaden schützen — es ist nie zu früh und nie zu spät. Wer das beherzigt, ist in jedem Hamburger Kosmetikstudio der bessere Kunde — auf der Liege, im Alltag und auf lange Sicht.