We tested more than a dozen viral Medicube products — these are the ones actually worth it
Nach einem über vier Monate laufenden Test von NBC Selected, veröffentlicht bei NBC News, haben sich aus Dutzenden Medicube-Produkten einige klare Favoriten herauskristallisiert.

Im Mittelpunkt stehen vor allem die viralen Tonerpads, während die übrige Linie deutlich genauer nach Hautzustand und Anwendungstoleranz sortiert werden sollte. Für die Kabinenpraxis ist das relevant, weil ein Social-Media-Hype noch keine gute Wirkstoffroutine ersetzt.
Die Tonerpads sind der stärkste Kandidat
Die Redaktion von NBC Selected nennt die beliebten Tonerpads als gemeinsamen Favoriten. Ihr Aufbau ist praktisch: Eine Seite ist leicht strukturiert und übernimmt die sanfte Exfoliation, die andere Seite ist weich und verteilt die verbleibende Flüssigkeit zur Beruhigung und Pflege. Getestete Redakteurinnen setzten sie unter anderem jeden zweiten Abend oder direkt nach der Reinigung ein.
Im Artikel werden mehrere Effekte beschrieben: Die Haut habe sich glatter und weicher angefühlt, die Poren im Bereich der T-Zone seien optisch verfeinert erschienen. Bei gelegentlichen hormonell bedingten Unreinheiten wurde außerdem von einer schnelleren Erholung berichtet. Das sind individuelle Testerfahrungen, keine allgemeingültige Wirkungsgarantie – für die Einordnung im Bad oder in der Kabine aber durchaus interessant.
Die Pads kombinieren Bernsteinsäure, Salicylsäure und Glykolsäure. Gleichzeitig nennt NBC Selected Niacinamid und Vitamin C als Bestandteile, die zur Feuchtigkeit, einem frischeren Hautbild und einem gleichmäßigeren Teint beitragen sollen. Besonders wichtig für empfindliche Haut: Die Redaktion hebt auch eine mildere Variante hervor, die bei sensibler, zu Rosazea neigender Haut als angenehm beschrieben wurde.
Für die Anwendung zählt die Dosierung. Ein Pad reicht für das gesamte Gesicht, der Behälter enthält 70 Stück und kann bei nicht täglicher Nutzung entsprechend lange reichen. Der Deckel sollte vollständig geschlossen werden, damit die Pads nicht austrocknen oder Flüssigkeit austritt. Das klingt banal, entscheidet in der Praxis aber darüber, ob die Textur und Wirkstoffaufnahme bis zum Ende konstant bleiben.
Was ich vor dem Treatment prüfen würde
Vor einer Ausreinigung oder einem säurehaltigen Treatment gehört der Hautstatus auf die Liege, nicht der Produkttrend. Bei einer bereits gereizten, geröteten oder frisch überpflegten Haut wäre die strukturierte Pad-Seite nicht automatisch der richtige Einstieg. Dann sollte zunächst die Barriere im Vordergrund stehen: milde Reinigung, ruhige Handgriffe und eine kontrollierte Wirkstoffaufnahme statt zusätzlichem Peelingdruck.
Auch bei den getesteten Pads bleibt die Säurekombination der entscheidende Punkt. Wer bereits mehrere exfolierende Produkte verwendet, sollte nicht einfach morgens und abends zusätzlich ein Pad einbauen. Sinnvoller ist ein langsamer Start mit Beobachtung von Spannungsgefühl, Rötungen und Trockenheit. Die NBC-Testerinnen berichten zwar von einer sanften Anwendung ohne Brennen, doch diese Erfahrung lässt sich nicht auf jede Haut übertragen.
Die viralen Pads sind deshalb vor allem für eine Routine interessant, die Reinigung, Tonisierung und einen moderaten Exfoliationsimpuls verbinden soll. Für die Kabine eignen sie sich eher als Gesprächsanlass zur Heimpflege als als Freifahrtschein für ein aggressiveres Treatment. Entscheidend bleibt, wie die Haut vor der Anwendung aussieht und welche Handgriffe bereits vorher stattgefunden haben.
PDRN: interessant, aber kein Grund für blindes Layering
NBC Selected bewertet außerdem die PDRN-Linie von Medicube positiv. Die getesteten Produkte werden als aufhellend, aufpolsternd und vergleichsweise sanft beschrieben. PDRN steht dabei für Polydeoxyribonukleotid, ein Molekül, das laut Artikel aus Lachs-DNA gewonnen wird und mit einem ebenmäßigeren Hautton, einer gestärkten Hautbarriere und der Kollagenproduktion in Verbindung gebracht wird.
Für die Praxis heißt das nicht, dass gleich mehrere PDRN-Produkte übereinandergeschichtet werden müssen. Gerade bei Wirkstoffkosmetik ist weniger oft kontrollierbarer: Erst Hautziel definieren, dann ein Produkt sauber integrieren und die Reaktion beobachten. Wer sich im Studio beraten lässt, sollte konkret klären, ob es um eine unruhige T-Zone, Trockenheit, einen fahlen Teint oder eine empfindliche Barriere geht.
Mein Fazit für die Treatment-Planung: Die Tonerpads sind der nachvollziehbarste Einstieg in die Medicube-Auswahl, besonders wenn eine kombinierte Pflege mit sanfter Exfoliation gesucht wird. Für empfindliche Haut sollte die milde Variante im Fokus stehen; bei gereizter Haut gehört der Wirkstoffimpuls dagegen zurückgestellt. Das Produkt eignet sich damit eher für Kundinnen, die eine klare, dosierte Routine aufbauen möchten – nicht für alle, die möglichst viele virale Schritte gleichzeitig ausprobieren wollen.